Sauvignon Blanc – Der Global Player

Über die Herkunft des Sauvignon Blanc, der zu den besten Rebsorten der Welt zählt, ist nicht wirklich viel bekannt. Trotz so mancher Untersuchung, die im Laufe der letzten Jahre erfolgte, ist seine Abstammung noch nicht wirklich geklärt worden, es wird jedoch vermutet, dass er eine Kreuzung aus Traminer und Chenin Blanc darstellt.

Seiner weltweiten Verbreitung hat diese unklare Herkunft jedoch keineswegs Abbruch getan und so zog der Sauvignon Blanc aus seiner ursprünglichen Heimat, dem Südwesten Frankreichs, wo er seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts nachgewiesen ist, aus, um die Welt zu erobern und mittlerweile eine Rebfläche von über 80.000 Hektar zu füllen.

Inzwischen wird Sauvignon Blanc nicht nur in Frankreich, sondern auch in Kalifornien, Argentinien, Chile, Südafrika, Australien, Neuseeland, Italien, Kroatien, Spanien, Ungarn, der Schweiz, Österreich, Slowenien und vielen anderen Ländern angebaut.

 

Sauvignon Blanc in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es inzwischen etwa 600 Hektar mit Sauvignon Blanc bestockter Rebflächen. Vor allem in der Pfalz, in Rheinhessen und in Baden gibt es Flächen zwischen 100 und fast 300 Hektar dieser Rebsorte. Aber auch in Württemberg, an der Nahe, in Franken, an der Mosel, im Rheingau und sogar am Mittelrhein, Saale-Unstrut und der Hessischen Bergstraße finden sich Flächen zwischen einem und über 40 Hektar Sauvignon Blanc. Lediglich an der Ahr und im Anbaugebiet Sachsen wird diese international so erfolgreiche Rebsorte nicht angebaut.

In den letzten 10 Jahren wuchs die Anbaufläche des Sauvignon Blanc in Deutschland von 30 auf über 600 Hektar und ein Ende dieses Wachstums ist noch nicht in Sicht, denn Sauvignon ist, ob nun zu Recht oder Unrecht möge jeder Weinliebhaber für sich entscheiden, ein Trend und ein Modewein.

Die in Deutschland erzeugten Qualitäten sind in den letzten Jahren immer besser geworden und die heimischen Weine brauchen den Vergleich mit ihrer internationalen Konkurrenz seit langem nicht mehr zu fürchten, so nimmt es nicht Wunder, dass die deutschen Sauvignon Blanc-Weine in den letzten Jahren auch im internationalen Vergleich bei Verkostungen sehr gut abschnitten und inzwischen weltweit Anerkennung finden.

Rebstock des Sauvignon Blanc
Sauvignon Blanc – Rebstock –
Foto: A. Kircher-Kannemann

Sauvignon Blanc – Eigenschaften und Geschmack

Sauvignon Blanc zählt zu den eher spät austreibenden Rebsorten, die daher recht gut vor den Spätfrösten der Eisheiligen geschützt sind. Diese mit großen Blättern versehene Rebsorte liebt magere und eher trockene Böden. Die Trauben der Rebsorte reifen spät und ihre kleinen und runden Beeren haben eine goldgelbe Farbe. Geschmacklich wird man sofort an eine der vermutlichen Elternsorten, den Traminer, erinnert.

Je kühler das Klima in dem der Sauvignon wächst, desto stärker tritt die Säure hervor, aber auch die Aromenvielfalt wird durch kühleres Klima begünstigt.

Die fertigen Weine haben eine eher helle Farbe und begeistern den Weintrinker mit einer unglaublichen Mannigfaltigkeit von Geschmackseindrücken, die von Stachelbeere über Grapefruit, Ananas und schwarzer Johannisbeere bis hin zu Brennessel, Kräutern und Heu reichen. Ergänzt werden diese Aromen durch intensive Mineraltöne und eine spritzige Säure, die den Weinen einen frischen und jungen Charakter verleihen.

Diese ungeheure Vielfalt der Aromen führt dazu, dass wer einmal einen Sauvignon Blanc getrunken hat, ihn immer wiedererkennt.

 

Sauvignon Blanc und Essen

Diese Weine passen besonders gut zu kräftigen Spargelgerichten, aber auch außerhalb der Spargelzeit kann man sie gut mit Fischgerichten und auch Pastagerichten kombinieren.

 

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