Spätburgunder

Spätburgunder Trauben

Der Spätburgunder oder auch Pinot Noir ist im Rotweinbereich das Pendant zum Riesling, nämlich der „König der Rotweine“ und der anspruchsvollste Vertreter der Burgunderfamilie.

Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 884 zurück, als er von Kaiser Karl dem Dicken zunächst am Bodensee heimisch gemacht wurde. Der Spätburgunder zählt damit zu den am frühesten aus Wildreben entstandenen Weinsorten Europas. Ab dem 13. Jahrhundert ist er im Rheingau nachweisbar und wurde von dort aus über die Pfalz weiter verbreitet, bis er im 18. Jahrhundert seinen Siegeszug an der Ahr antrat. „Spätburgunder“ weiterlesen

Portugieser – Blauer Portugieser

Blauer Portugieser

Der Portugieser oder genauer gesagt Blaue Portugieser ist auch unter den Namen Badener, Badner, Blauer Oporto, Blaue Feslanertraube und Blaue Feslauertraube bekannt. Seine Herkunft ist nicht genau zu eruieren. Im 18. Jahrhundert kam er über Österreich nach Deutschland, wo er seit dem 19. Jahrhundert belegt ist und insbesondere von Johann Philipp Bronner (1792-1864), einem Apotheker und Weinbaupionier aus Wiesloch verbreitet wurde. Der Sage nach stammt diese Rebsorte aus Porto und erhielt auch daher ihren Namen. Tatsache aber ist, dass sie in Portugal völlig unbekannt ist. Heute ist diese Rebsorte nicht nur in Deutschland sondern im gesamten Donaugebiet und in Südosteuropa verbreitet und firmiert daher unter sehr vielen Synonymen. „Portugieser – Blauer Portugieser“ weiterlesen

Müller-Thurgau oder Rivaner

Müller-Thurgau / Rivaner

Der Müller-Thurgau zählt zu den neueren Züchtungen und dennoch steht er in Deutschland mit fast 14.000 Hektar Fläche auf Platz zwei der Anbaustatistik und nimmt etwa 13 Prozent der Gesamtanbaufläche ein, bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war er sogar der meistangebaute Wein in Deutschland, wurde aber seither vom Riesling überholt. „Müller-Thurgau oder Rivaner“ weiterlesen

Gutedel – Methusalem unter den Rebsorten

Gutedel - Chasselas

Der Gutedel ist eine der ältesten Rebsorten und so feierte man im Markgräflerland im Jahre 2000 den 5000. Geburtstag der Gutedelrebe, da die Legende davon ausgeht, dass der Gutedel schon in jener Zeit in Ägypten bzw. Palästina angebaut wurde und von den Römern von dort aus nach Europa gebracht wurde. Wie viel Wahrheit hinter dieser Geschichte steckt ist nicht mehr wirklich zu eruieren. Neuere Genanalysen lassen seinen Ursprung eher im Alpenraum vermuten. Das hohe Alter der Rebe und ihre weite Verbreitung hat zu nicht weniger als 189 Namen geführt unter denen diese Sorte heute bekannt ist. „Gutedel – Methusalem unter den Rebsorten“ weiterlesen

Silvaner

Der Silvaner gab lange Rätsel bezüglich seiner Herkunft auf. Einige Wissenschaftler waren der Meinung, dass der Name auf die Silvan in Mittelasien hindeute oder gar auf eine Herkunft aus Transsilvanien. Wiederum andere leiteten den Namen Silvaner vom lateinischen „silva“ – der Wald ab.

Erst die moderne Genetik hat das Rätsel gelöst und den Silvaner als eine Kreuzung aus Traminer und der seltenen Rebsorte „Österreichisch Weiß“ enttarnt. Dies macht eine Entstehung in Österreich bzw. den angrenzenden Alpenregionen annähernd sicher. „Silvaner“ weiterlesen

Gewürztraminer, Roter Traminer

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer firmiert in Deutschland unter insgesamt drei Bezeichnungen, dabei ist die Bezeichnung “Roter Traminer” die offiziell klassifizierte Sortenbezeichnung und in Baden ist zudem der Name „Clevner“ für diese Rebsorte erlaubt. Diese unterschiedlichen Namen ergeben sich nicht zuletzt aus dem Alter der Rebsorte, denn sie zählt zu den ältesten Kulturreben überhaupt und ist bereits seit dem 11. Jahrhundert belegt. Ihren Namen erhielt sie wahrscheinlich vom Ort Tramin in Südtirol, geklärt ist dies jedoch nicht. Auch die Herkunft der Rebe ist nicht wirklich fassbar, am Wahrscheinlichsten ist eine Herkunft aus Griechenland. „Gewürztraminer, Roter Traminer“ weiterlesen

Scheurebe

Scheurebe

Bei der Scheurebe handelt es sich um eine weiße Rebsorte. Sie wurde 1916 von Georg Scheu in Alzey aus dem Riesling und einer nicht näher zu bestimmenden Rebsorte gezüchtet und hieß zunächst „S 88“, „Sämling“ bzw. „Dr. Wagner Rebe“. Erst im Jahre 1945 wurde sie nach ihrem Züchter in “Scheurebe” umbenannt. Man nahm zunächst an, dass der zweite „Elternteil“ der Silvaner sei, dies ist aber nicht zweifelsfrei zu klären. „Scheurebe“ weiterlesen

Sankt Laurent, Saint Laurent

Sankt Laurent - Saint Laurent

Der Sankt Laurent oder wie er in seiner Heimat Frankreich heißt: Saint Laurent wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals nach Deutschland eingeführt. Wie bei so vielen anderen Rebsorten, war es Johann Philipp Bronner (1792-1864), der Wieslocher Apotheker und Weinbaupionier, der diese Rebe fand und sie mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Elsass nach Deutschland brachte. „Sankt Laurent, Saint Laurent“ weiterlesen

100 Jahre Scheurebe

100 Jahre

Scheurebe: Historie

100 Jahre Scheurebe! Happy Birthday liebe “Scheu”!

Im Jahr 1916 war es, mitten im 1. Weltkrieg also, als Georg Scheu die wohl bedeutendste Züchtung seiner Laufbahn gelang: die Scheurebe, die allerdings erst ein Jahr nach seinem Tod den Namen ihres Züchters erhielt, denn der hatte sich zeit seines Lebens geweigert, dass eine Rebsorte (in diesem Fall der Sämling 88, wie er ihn nannte) nach ihm benannt wurde. „100 Jahre Scheurebe“ weiterlesen