Das Mosellied

 

Im weiten deutschen Lande
Zieht mancher Strom dahin,
Von allen, die ich kannte,
Liegt einer mir im Sinn.
O Moselstrand!
O selig Land!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal,
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal.

Und an des Stromes Bette
Allüberall im Thal,
Da stehen Dörfer, Städte
Und Burgen ohne Zahl.
O Stadt und Land!
O Stromesrand!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal.

 

Auf sonn’ger Bergesleite,
Da steh’n die Reben schlank,
In tiefer Keller Weite,
Da liegt manch kühler Trank.
O lichter Schein!
O kühler Wein!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal,
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal.

 

Wer fröhlich führt zum Munde
Das Glas mit kühlem Wein,
Dem duften auf dem Grunde
Viel tausend Blümelein.
O Blümelein!
O gold‘ner Wein!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal,
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal.

 

So segn‘ euch Gott, ihr Höhen,
Er segne Leut‘ und Land,
Die Reben, die da stehen
Auf grüner Bergeswand.
O Moselstrand!
O selig Land!
Ihr grünen Berge, o Fluß und Thal,
Ich grüß‘ euch von Herzen viel tausendmal.

 

Zitiert nach:

Otto Beck: Der Weinbau an der Mosel und Saar, nebst einer vom k. Katasterinspektor Steuerrath Clotten zu Trier angefertigten Weinbaukarte, Trier 1869, Vorrede

Der eigentliche Autor des Textes wird von Beck nicht genannt.

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